Gemeindebildung als Prozess

 

Das Leben in Suhr wird über Jahrhunderte durch die Feudalherrschaft der Habsburger (1273–1415) und vor allem der Berner (1415–1798) geprägt. Die Gemeindebehörde besteht aus dem Untervogt, sowie den «Vierern» (Gemeinderat). Die Befugnis dieses Gremiums beschränkt sich auf (land)wirtschaftliche Belange innerhalb des Dorfes. Die eigentliche politische Gemeinde entsteht erst nach der Gründung des Kantons Aargau 1803. Die Herausbildung des Gemeindeterritoriums ist mit unzähligen Konflikten verbunden. Weide- und Wasserrechte sowie die Holznutzung lösen immer wieder Streitfälle mit Nachbargemeinden aus. Erst nach der Abspaltung von Buchs und Rohr (1810) erlangt Suhr den heutigen Grenzverlauf.
Der Bau des Gemeindehauses 1898/99 zeugt von der stark wachsenden Entwicklung Suhrs. Die Verwaltung benötigt mehr Raum und lässt durch den namhaften Architekten Karl Moser einen Repräsentativbau erstellen. Das Bauerndorf wandelt sich rasch zum Gewerbe-, Industrie- und Wohnort.

Voranzeige:

 

Vortrag Susanne Billaud-Riedel
«Geschichte des Porzellans»

15. Januar 2012 und
19. Februar 2012,
jeweils 15 Uhr

 

 

Spielabend

25. Februar 2012, 18 Uhr

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